Die Hamburger Band Peters. hat die Segel gestrichen und um das bereits an dieser Stelle zu betonen: wir halten das (mehrheitlich) für Dreck. Nach ihrem tollen Album »Auffallen durch Umfallen«, das zurecht bei uns abgefeiert wurde, ging es aber offensichtlich nicht mehr weiter:
»Beruflicher Stress, musikalische Sinnkrisen und hoch gesetzte Meßlatten führten dazu, dass ihr Album spät, sehr spät bzw. vielleicht sogar zu spät kam.«
schreibt Andreas vom Peters.-Label Unterm Durchschnitt,
»Jahrelang lagen mir Fans und auch MusikjournalistInnen in den Ohren wann denn mit dem Album zu rechnen sei. Als es dann kam, war die Resonanz kleiner als ich und vielleicht auch die Band erwartet hatte.«
Nicht ganz ohne eine gewisse Verbitterung schliesst das Statement von Unterm Durchschnitt, die nun wirklich genug Erfahrungen mit Bandauflösungen gesammelt haben. Erst im letzten Jahr atomisierten sich Iskra nach Erscheinen ihrer Debüt-Single.
»Mit peters. geht nun eine Band die sich nicht verabschieden will. Warum sollte sie auch. Man kann es mit der Betrachtung der Musiklandschaft sehen, wie Reich-Ranicki bei der Verleihung des dt. Fernsehpreises. ’Ich gehöre hier nicht hin.’ peters. werden einfach weg sein und die Masse wird nicht einmal mitbekommen, geschweige denn diese Band erinnern. Tour gecancelt, alles fürn’ Arsch. Zack zack – und raus! peters. halt.«
