»Wenn man publizistisch gegen Islamisten, Terror-Apologeten und ihre friedensbewegten Freunde anschreibt, kann das unangenehm werden: nicht allein die staatliche, vorauseilende Forderung, nur nicht die feinfühligen Freunde des Propheten oder ihre »antiimperialistischen« Bundesgenossen zu provozieren, sondern gerade die außerstaatliche, illegale Bedrohung und Einschüchterung wird zum Problem.«
Mit diesen Worten hat die typoskript.net-Redaktion ihre Website aus dem Netz genommen und damit ihre wirklich interessanten Interviews mit bspw. Yoram Kaniuk und Phyllis Chesler oder geistreichen Essays zum Zeitgeist der Öffentlichkeit entzogen. Grund ist eine Bedrohung von außen, die wohl so groß war, dass der Schutz der Autoren und deren Familien bei Fortführung des Projekts nicht mehr gewährleistet werden konnte.
»Nicht von der eignen Ohnmacht noch von der Macht der anderen sich dumm machen zu lassen, dies darf als vordringlichste Aufgabe gelten. Darüber muss man nicht zum Märtyrer werden. Beides soll uns auszeichnen«, heißt es weiter in der Erklärung zur Schließung der Seite. Wir hoffen inständig, dass ihnen das gelingen wird.
»Bei weitem mehr Morddrohungen als 50Cent« hat die »muslimische Madonna« Deeyah seit dem Beginn ihrer musikalischen Karriere erhalten. Die Gefahr geht hier allerdings nicht von verfeindeten Gangs oder geprellten Drogendealern aus, es sind die Islamisten, die mal wieder die Messer wetzen. 1996 schaffte sie es bis in die norwegischen Top-Ten. In einem ihrer Musik-Videos war ihr unverhüllter Rücken zu sehen. Das nahmen die eifrigen Koranfans zum Anlass, Deeyah auf einem ihrer Konzerte auf der Bühne körperlich zu attackieren, ihre Familie zu bedrohen, man versuchte sogar, sie aus ihrer Schule zu entführen. Die damals 18jährige Sängerin flüchtet daraufhin mit ihrer Familie nach London und zog sich zunächst aus dem Musikbusiness zurück. Zum Glück ist sie schon seit langem wieder zurück auf der Bühne und ihr neues Video thematisiert offen die Frauenverachtung in islamischen Gesellschaften. Im Clip zu What will it be wift Deeyah die Burka ab, um ordentlich Haut zu zeigen, im Text dazu heisst es »We dont take it lightly when you threatinin women. How you have so much hate and yet faith in religion? Fake in the system, need to take a break with the dissin, before you end up in the lake with the fishes. Hearin bout the Muslim Madonna, asian j-lo, lookin for drama (ok) if you say so. If you that religious and not with trendy clothes, then what you doin even watchin videos?« . Dazu der Refrain: »DO YOU STAND UP, LAY DOWN OR FOLLOW? WHAT WILL IT BE? WILL IT ALL BE THE SAME AGAIN TOMORROW?« . Im Video ist zudem wieder ihr unverhüllter Rücken zu sehen, auf den Fotos mundtoter muslimischer Frauen projiziert werden (ua das der lesbischen Islamkritikerin Irshad Manji oder Rahila Iqbal, die in Pakistan von ihren Verwandten ermordet wurde, da sie einen Mann ihrer Wahl heiraten wollte). Seit der Veröffentlichung des Videos musste Deeyah nun auch in England einige Konzerte aus Sicherheitsgründen absagen und benötigt ständigen Personenschutz.
