Hardcore als Nazi-Marke

24.02.2009

Ein Göttinger Neonazi, der in einschlägigen rechten Bands aktiv ist, hat sich den Begriff »Hardcore« urheberrechtlich schützen lassen. Die Eintragung als Wortmarke beim deutschen Patent‑ und Markenamt, kann man als Versuch interpretieren, ein wirksames Instrument gegen den linken (Gross‑)Teil der Hardcore-Szene in Händen zu halten. Nur ein Beispiel: wer in Zukunft Stoff mit der Aufschrift »Leipzig Hardcore« oder »Hardcore is More than Music« bedruckt, der/die darf gespannt auf teure Anwaltspost (sogenannte Abmahnung) aus Niedersachsen warten. Darin wird man dann wahrscheinlich aufgefordert, innerhalb einer sehr kurzen Frist, den Verkauf und Vertrieb der Artikel einzustellen, die noch vorrätigen Stücke einzustampfen, den erzielten Gewinn herauszugeben bzw. einen gewissen Schadensersatz zu leisten. Das ist fies und nervt! Soweit muss es aber gar nicht erst kommen. Denn noch kann gegen die Eintragung der Wortmarke (ja, man kann auch »nur« einen Begriff schützen lassen) Widerspruch eingelegt werden. Und der hat tatsächlich Aussicht auf Erfolg, sofern jemand geltend macht, bereits vor der Eintragung der Marke mit der Aufschrift »Hardcore« bedrucktes Zeug hergestellt und unter die Leute gebracht zu haben. Dann hat er/sie das bessere Recht (sogenannter Prioritätsgrundsatz)! Also, liebe HC-Merch-FreundInnen: zückt die Advocard und ruft Eure AnwältInnen an. Mehr Infos: 1, 2, 3.

Schublade: News // Autor: Sebastian

Farmer’s For Free

20.02.2007

Mit einem Klick auf farmers-boulevard.de gelangt man auf die neugestaltete Homepage der Leipziger HC-Formation. Dort angelangt kann man sich unter Creative Commons Lizenz stehend die beiden ersten Alben »Caught By« (2000) und »Still Four« (2002) frei herunterladen und anschließend an die kleinen Geschwister weitergeben. Sehr gut das.

Schublade: Mixtape // Autor: Dennis

GNWP jetzt LFWP

4.02.2007

Die wegen ihres angeblich zur Gewalt aufrufenden Logos zuletzt sogar von der deutschen Justiz bedachte Kampagne »Good Night White Pride«, die sich zum Ziel gesetzt hatte, der verstärkten Präsenz von Nazis auf HC-Konzerten etwas entgegenzusetzen, hat sich einer Frischzellenkur unterzogen und firmiert jetzt unter dem Namen »Let´s Fight White Pride«. Über die Gründe für die Umbenennung und die eventuelle Neuausrichtung der Kampagne kann sich die geneigte Subkulturfreundin auf der offiziellen Homepage informieren: www.letsfightwhitepride.de

Schublade: Politik // Autor: Dennis

Caliban in Israel

27.11.2006

Das heilige Land erhält Unterstützung aus dem Ruhrpott. Die Metalcoreler von Caliban werden im kommenden Jahr, dem zehnten ihres Banddaseins, eine Tour durch Israel antreten, wie Ynetnews.com berichtet. Das ist Fakt. Dass sich das dortige Publikum bei der obligatorischen »Wall of Death« teilen wird wie einst das Rote Meer hingegen ist Mythos und Annahme zugleich, zudem noch ein echt schlechter Kalauer und sollte nie wieder behauptet werden.

Schublade: News // Autor: Dennis

Straight Edge

14.11.2006

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Hardcore ist eben doch »more than music« – diesmal auf dem NPD-Bundesparteitag letztes Wochenende in Berlin. Gefunden in einem Beitrag der Tagesschau.

Schublade: Politik // Autor: Sebastian

GNWP unter dem Hammer

13.11.2006

Wie es scheint, geht der bunte Reigen der Kriminalisierung antifaschistischer Symbole weiter. Nach der Aburteilung eines durchgestrichenen Hakenkreuzes, dem Feldzug gegen den Deutschpunk-Versandprofis von Nix Gut, steht nun die geschätze »Good Night, White Pride«-Kampagne im Visier der Strafverfolger. Die Staatsanwaltschaft prüft laut Tagesspiegel derzeit, inwieweit die bewährte Symbolik eine Gewaltverherrlichung bzw. ein Aufrufen zu Straftaten darstellt. Zu dieser Thematik beachten Sie auch folgenden Artikel aus dem Ox.

Schublade: Politik // Autor: Sebastian

Schlechte Nachrichten von STFU

29.08.2006

Nicht nur die Landbevölkerung wird zu leiden haben, sondern auch und gerade der Pöbel in den Städten muss lernen, mit diesem Verlust umzugehen. Unter Anführung von den häufig zitierten »persönlichen Gründen« haben Shut The Fuck Up das Zeitliche gesegnet und das Banddasein aufgegeben. Dass sie sich dafür nicht die beste Zeit ausgesucht haben, liegt auf der Hand, stand doch eine zweiwöchige Tour mit ihren schwedischen Punk/Hardcore-Kollegen The Rats auf dem Programm. Die just erschienene Split 7« mit ebenjenen Schweden wird somit auch zum Abschiedsgeschenk an alle die der Band in den vergangenen 2 1/2 Jahren den Rücken gestärkt haben. Kondolenzbekundungen kann man auf der Bandseite hinterlassen. Die Platte kriegst du dort auch. Over and out.

Schublade: News // Autor: Dennis

Young Until I Die

23.06.2006

Vom momentanen HC-Revival-Wahn kann man halten was man will. Die tollsten Namen hat man schon vernehmen können, ich, für meinen Teil, will aber nichts davon sehen. Dann die Originale doch lieber in zeitgemäß schlechtem Bildmaterial bewundern und sich 100 % Authentizität downloaden. Wer noch nicht so richtig down with ist mit dem ganzen Punk-Ding, aber vorbereitet sein will, wenn alte Säcke wie Negative Approach oder Gorilla Biscuits auf Reunion-Tour kommen, kann bei YouTube eine Menge an Punk/Hardcore-Klassikern runterladen und gut finden, die von einem User auf dem Mess Hall Message Board zusammengetragen wurden. Zwischen den Circle Jerks, SSD, Crass und D.R.I. finden sich auch Videos von Limp Wrist oder Converge. Schön. Der Link ist bei In Your Face geklaut: hier

Schublade: Filme // Autor: Dennis