Die von uns mit initiierte Kampagne I Can’t Relax In Deutschland mag etwas Staub angesetzt haben. Sie hat schließlich auch schon fünf Jahre auf dem Buckel. Mit Nenas neuer Single »Made in Germany« (Video), nach der auch ihr ganzes aktuelles Album benannt ist, dürfte allerdings schnell klar werden, warum sich die Kritik an popkulturell verpackter Deutschtümelei in den letzten Jahren leider keineswegs überlebt hat. Naiv und denkbar schlicht, textet sie Zeilen, wie die hier: »Germany/Hier gehöre ich hin/Weil ich hier am allerliebsten bin«. Ist ja schön, dass sich Gabriele Susanne Kerner in Hamburg-Rahlstedt (Germany) wohl fühlt. Sie hat einige Kinder und Enkelkinder, Geld, Erfolg und Bestätigung. Doch das genügt scheinbar noch nicht als wohliges Identitätsprogramm. Auch Deutschland muss angehimmelt werden und nicht wenige werden es ihr danken. »Germany/Ich verlass dich nie/Meine Liebe/Dich verlass ich nie/Du bleibst mein Germany/I am made in Germany/Wir sind Made in Germany.« Schön, dass wir das geklärt hätten.
27.01.2010
uhh, man kann den text auch anders interpretieren – ohne brille etwa – auch ich kann nicht in germany relaxen – 75 geboren, lehne ich es aber ab, mich als genetisch bedingt potentiell-nazie abzubiologisieren…..
Wer macht denn das? Ich etwa?
deutschland stinkt nach altem, verschimmelten nazimoderdreck, der sich in nackriegsmittagsmahlzeiten wie z. B. »tote oma« materialisiert, nich wahr?

»Nena: Made in Germany«