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Deutschland Du Opfer

Was Leiden wirklich heißt, hat uns erst kürzlich das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) mit ihrem Vertreibungsmärchen »Die Flucht« bewiesen. Ein Kübel Erbrochenes löst mehr Mitleid in mir aus als Maria Furtwängler in ihrer Charakterrolle als adlige Vertriebene, wie sie deutsches Leids restlos verkörpert. Die Anerkennung des Unrechts gegen Vertriebene, die preußischen Opfer als Wegmarke der deutschen Erinnerungspolitik, ein ganz großer Scheißhaufen.

Der deutsche Opferdiskurs findet aber nicht nur im öffentlich Rechtlichen oder im Hirnkasten von Frontsau Guido Knopp statt, sondern zum Beispiel auch im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, wo seit letztem Jahr die Ausstellung »Flucht, Vertreibung, Integration« zu bewundern ist. Deutsche Täter werden präsentiert als Opfer der Geschichte, sogar in den Mittelpunkt dieser gestellt, deren Schicksal endlich in den (inter)nationalen Diskurs aufgenommen gehört. Und wer das nicht anerkennen mag, bekommt es mit der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach zu tun, die mit ihrem geplanten Berliner »Zentrum gegen Vertreibung« ebenfalls an der Einordnung des deutschen Schicksals in die europäische Geschichte bastelt. Selbst aus der westpreußischen Heimat vertrieben, bleibt es abzuwarten, wie lange sie, die Steinbach, noch Geduld hat beispielweise mit den uneinsichtigen Polen, die sich stur gegen ihre Interpretation der Leiden deutscher Vertriebener sperren. Wo Unrecht gegen die eigene Minderheit über die Verantwortung für nationalsozialistische Verbrechen gestellt wird, da steht es 1 : 0 für den Revisionismus.

Dem deutschen Opferdiskurs widmet sich vom 27. März bis zum 24. April die Veranstaltungsreihe »Deutsche Umtriebe« in Leipzig, die »der revisionistischen Geschichtspolitik und der unkritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (…) eine kritische Analyse des deutschen Opferdiskurses entgegensetzen« will. Referenten sind u.a. Erich Später, Jörg Kronauer, Tobias Ebrecht und Regina Mühlhäuser.

Dennis


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  1. YVONNE 30.05.2007 / 22:52

    Hey du!
    Was soll das? – Die Flucht war einzigartig,du hast überhaupt gar keine Ahnung,wie das wirklich früher abging!

  2. clemens 07.08.2007 / 0:21

    ich würde mir mal überlegen was du da laberst gabs die mauer für dich etwa auch nicht, mal abgesehen davon, vertreibung aus ostdeutschen gebieten gabs bereits nach dem ersten weltkrieg was wie wir(jeden falls die die sich wirklich mit sowas befassen) ja wissen einen wesentlich beitrag zum aufstieg hitlers geleistet hat. Und wo ist den bitte der unterschied zwischen vertreibung von russen, juden, kurden, dem Dahlei lama, oder den deutschen es is scheiße so oder so

Reiss die Fresse auf:

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