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Gründliche Ermittlungen

In Sachsen hat ein 20-Jähriger Jungnazi eine Rohrbombe gebaut und sich dabei – erfreulicherweise anstatt seiner Ressentiment-Zielgruppe – mit den physikalisch Folgen seines Wirkens selbst bedacht. Der Mann liegt nunmehr schwerverletzt im Hospital.

»Einen terroristischen Hintergrund wollte die Sprecherin (der Staatsanwaltschaft) weder bestätigen noch dementieren. Die Ermittlungen stünden erst am Anfang.«

Man möchte nicht vorschnell urteilen. Wahrscheinlich lässt sich die Bastelei ebenso schwer als terroristisch einstufen, wie die Traktierung von Menschen ohne den Zusatz: »Ich bin ein ausgemachter Rassist und bringe Sie deshalb jetzt um« als rechtsextrem. Ohne Ideologieausweis in Wort oder Schrift ist eine Tat einfach schwer handhabbar.

Es bleiben immer Zweifel. So ist nicht auszuschließen, dass der sächsische Nazi mit Rohrbombe lediglich ohne Angel fischen gehen wollte oder dass ihm nach naturwissenschaftlicher Wissensakkumulation auf freiem Feld der Sinn stand. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen fördern hoffentlich Klarheit über die Motivlage des angesprengten Kameraden zu Tage.

Sebastian


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