12.08.2007 / 18:05
Der Elfenbeinturm der Kritik lässt sich also doch hübsch von Tisch bis Schrank einrichten – das sei allen Armutsverwaltungs-Linken einmal gesagt (neben all den Dingen, die man ihnen auch mal sagen müsste).
Doch Vorsicht: wenn man nun z.B. auf der Teddy-Couch lektürebestückt abhängt, um über die verwaltete Welt zu schimpfen, polstert erstere einen untenrum in Zufriedenheit. Das wohlgeformte und ansehnliche Mobiliar bittet bzw. drängt subtil und watteweich zur Versöhnung mit dem warenproduzierenden System. Kann es die am Ende vielleicht sogar geben? So als richtiges Leben im falschen oder zumindest die Inneneinrichtung davon? Der Möbelfabrikant winkt gewohnt resolut ab:
Das Interieur, in dem die Seele die Sammlung ihrer Denkwürdigkeiten und Kuriositäten unterbringt, ist hinfällig. (Minima Moralia)
Nur: irgendwo muss der Mist ja hin.
12.08.2007 / 18:05
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