In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung fand sich eine längere Rezension zweier Bücher von bzw. über Ernst Bloch. Eine darin wiedergegebene prima Anekdote, soll hier noch mal nacherzählt werden:
Wie die meisten Kinder erträumte er (Bloch) sich eine edlere Geburt und kam auf den verwegenen Gedanken, dass er ein mit drei Jahren geraubter Graf Stolberg-Wernigerode sei. Irgendwann werde es läuten zu Hause und draußen ihn eine Kutsche erwarten mit zwei stampfenden Rappen, um ihn »auf das Schloss meiner Väter« zu verbringen. Jedes Mal, wenn es läutete, berichtet der inzwischen 81-jährige Bloch 1966 in einem Interview, »dachte ich: es ist für mich, jetzt werde ich abgeholt. Es war aber nur Herr Müller, der meinen Vater zum Biertrinken abholte«.
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