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Schalalalala

Merke: bei Bundesliga-Heimspielen nicht U-Bahn fahren. Dies gilt jedenfalls auf der Linie zum Stadium in der Anschwemm‑ und der Abfluß-Phase. Wie soll man aber wissen, wann die ist, wenn man für Fußball ähnlich viel abgewinnen kann, wie für eitrige Mitesser.
Plötzlich versieht man sich mit angezogenen Armen in einem Presswagon der städtischen Verkehrsbetriebe mit schätzungsweise 100 beleibten und bekleckerten Ballsportfreunden, die wirklich jede Veränderung der Wagensituation – Gäste rein, Gäste raus, Bier auf, Mütze runter – mit einem aufgeregten, wellenförmigen »Ohhhhho« kommentieren. Es geht dabei nicht wirklich um Sensationen und auch nicht darum, etwas Beitragenswertes beitragen zu wollen.
Das ist schlimm! Wenn die bemützten und beschalten Deppen dann nach dem Anstimmen der unsagbar bescheuerten Zeile »wer nicht hüpft ist Kölner« wie die Bekloppten auf und ab springen, um zu illustrieren wo sie nicht her kommen, reibt man sich ob der Skurrilität der Situation nur noch ungläubig die Augen und fragt sich allerlei Fragen. Wer hat die Leute nur, wie einen Tannenbaum behängt auf die Straße gelassen? Warum haben die ihren Halsverschluss in blau weiße Hüte gesteckt? Wer hat dieser Horde halbwegs zivilisierter Angestellter, Bankkaufleute, Zimmerer und Friseure in die evolutionäre Frühzeit geprügelt und wer prügelt sie zum Anfang der nächsten Woche dort wieder raus?

Sebastian


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Reiss die Fresse auf:

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