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	<title>BEATPUNK BLOG</title>
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	<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 14:02:44 +0000</pubDate>
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		<title>Was sich Ernst Bloch als Kind so w&#252;nschte</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 14:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Irgendwas]]></category>

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		<description><![CDATA[In der gestrigen Ausgabe der S&#252;ddeutschen Zeitung fand sich eine l&#228;ngere Rezension zweier B&#252;cher von bzw. &#252;ber Ernst Bloch. Eine darin wiedergegebene prima Anekdote, soll hier noch mal nacherz&#228;hlt werden:
Wie die meisten Kinder ertr&#228;umte er (Bloch) sich eine edlere Geburt und kam auf den verwegenen Gedanken, dass er ein mit drei Jahren geraubter Graf Stolberg-Wernigerode [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der gestrigen Ausgabe der S&uuml;ddeutschen Zeitung fand sich eine l&auml;ngere Rezension zweier B&uuml;cher von bzw. &uuml;ber Ernst Bloch. Eine darin wiedergegebene prima Anekdote, soll hier noch mal nacherz&auml;hlt werden:</p>
<blockquote><p>Wie die meisten Kinder ertr&auml;umte er (Bloch) sich eine edlere Geburt und kam auf den verwegenen Gedanken, dass er ein mit drei Jahren geraubter Graf Stolberg-Wernigerode sei. Irgendwann werde es l&auml;uten zu Hause und drau&szlig;en ihn eine Kutsche erwarten mit zwei stampfenden Rappen, um ihn &raquo;auf das Schloss meiner V&auml;ter&laquo; zu verbringen. Jedes Mal, wenn es l&auml;utete, berichtet der inzwischen 81-j&auml;hrige Bloch 1966 in einem Interview, &raquo;dachte ich: es ist f&uuml;r mich, jetzt werde ich abgeholt. Es war aber nur Herr M&uuml;ller, der meinen Vater zum Biertrinken abholte&laquo;.</p></blockquote>
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		<title>Tibet VS China</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 09:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[»Nirgends wird die &#220;berlappung des Erhabenen und des Exkrementalen deutlicher als im Hinblick auf Tibet, einem der zentralen Bezugspunkte des nachchristlichen »spirituellen« Imagin&#228;ren. Heute spielt Tibet immer mehr die Rolle solch eines phantasmatischen Dings, eines Juwels, der sich in ein exkrementales Objekt verwandelt, je mehr man sich ihm n&#228;hert. Es ist ein Gemeinplatz zu behaupten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>»Nirgends wird die &Uuml;berlappung des Erhabenen und des Exkrementalen deutlicher als im Hinblick auf Tibet, einem der zentralen Bezugspunkte des nachchristlichen »spirituellen« Imagin&auml;ren. Heute spielt Tibet immer mehr die Rolle solch eines phantasmatischen Dings, eines Juwels, der sich in ein exkrementales Objekt verwandelt, je mehr man sich ihm n&auml;hert. Es ist ein Gemeinplatz zu behaupten, dass die Faszination, die Tibet auf die westliche Einbildungskraft (&#8230;) aus&uuml;bt, einen exemplarischen Fall der »<em>Kolonialisierung des Imagin&auml;ren</em>« darstellt. Sie reduziert das tats&auml;chliche Tibet auf eine Projektionsfl&auml;che f&uuml;r westliche ideologische Phantasien. Und wirklich scheint die Inkonsistenz dieses Tibetbildes mit seinen offensichtlichen Widerspr&uuml;chen diesen phantasmatischen Status zu belegen. Einerseits werden die Tibeter als ein Volk dargestellt, das ein einfaches Leben spiritueller Zufriedenheit f&uuml;hrt, sein Schicksal widerspruchsfrei akzeptiert und frei ist vom uners&auml;ttlichen Verlangen der Menschen im Westen nach »immer mehr«, und andererseits als unsaubere und promiskuitive Primitive. Lhasa selbst erweist sich als eine Version von Franz Kafkas Schloss: Erhaben und majest&auml;tisch, solange man es von ferne sieht, verwandelt es sich beim Betreten der Stadt in ein »Schmutzparadies«, einen gigantischen Schei&szlig;haufen.«</p></blockquote>
<p>So sehr Slavoj Žižeks schon etwas &auml;ltere Ausf&uuml;hrungen richtig liegen&#160;&#8211; in der deutschen Berichterstattung h&auml;lt sich stets hartn&auml;ckig ein Tibet-Diamant, der durch nichts beschmutzbar scheint. Obwohl oder wahrscheinlich grade weil die Plattit&uuml;den des d&uuml;mmlich grinsenden Dalai-Lamas des Niveau von Gl&uuml;ck-Keks-Spr&uuml;chen selten erreichen, wird er weiter als die gute Weisheit schlechthin vergottet. Von den Zust&auml;nden in Tibet vor der chinesischen Besatzung und der blutigen Geschichte des Buddhismus l&auml;sst sich die Tibet-Begeisterung erst recht nicht irritieren.</p>
<p>Trotzdem habe ich mich zun&auml;chst sehr &uuml;ber die durchg&auml;ngig China-feindliche Berichterstattung der hiesigen Presse gefreut. Ohne Projektionen geht es aber auch dort nicht. W&auml;hrend in den letzten Jahren immer wieder Berichte &uuml;ber die ach so widerst&auml;ndige Underground-Jugend in China begierig konsumiert wurden (zB Beijing Bubbles), die es so in China leider gar nicht gibt, hat man nun den Eindruck, das Reich der Mitte w&uuml;rde aus Dissidenten bestehen, die von der KP-Minderheit unterdr&uuml;ckt w&uuml;rden. So begr&uuml;ssenswert die H&ouml;rbarmachung kritischer Stimmen aus China ist, sie verschweigt auch das tats&auml;chliche Ausma&szlig; des Elends. Der Jahrzehntelange Terror der Mao-Ideologie bzw ihrer Anh&auml;nger hat die chinesische Gesellschaft wesentlich mehr abgefuckt, die Menschen dort im innersten besch&auml;digt, so dass eine Gegen&uuml;berstellung von machtgeiler F&uuml;hrung gegen angepisste Bev&ouml;lkerung ein viel zu rosiges Bild zeichnet. Wie tief die Kulturrevolution und der anschliessende »totale Kapitalismus« in die Menschen eingedrungen ist, habe ich vor l&auml;ngerem schon einmal <a href="http://www.conne-island.de/nf/139/21.html" target="_blank">hier</a> anzurei&szlig;en versucht. Viel effektiver als jede Waffengewalt presst die erfolgreiche Austreibung eigenst&auml;ndigen und kreativen Denkens die Menschen dort in die Unfreiheit. Wie weit dieses barbarische »Projekt« bereits vorgeschritten ist, kann oder will die China-Kritik anl&auml;sslich der olympischen Spiele nicht vermitteln. Daf&uuml;r ist man viel zu fasziniert von der lange herbeigeschriebenen »neuen Welt&#8209;/Wirtschaftsmacht China« und ihrer ungeheueren Selbstzurichtung, von der man in Zukunft noch viel lernen m&ouml;chte.</p>
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		<title>Converge</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 11:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mixtape]]></category>

		<category><![CDATA[Converge]]></category>

		<category><![CDATA[deathwish inc]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Namen Deathwish Live Series werden fortan Bootlegs, Live-Aufnahmen und Radiomitschnitte verschiedener Bands kostenlos bei Deathwish Inc ver&#246;ffentlicht. Nach dem hervorragenden Blacklisted-Radioset vom November letzten Jahres, beschenkt das Label aus Massachusetts alle mit einem weiteren klasse Live-Mitschnitt zum download. Converge, Kreativkoloss und Speerspitze l&#228;rmender Gegenkultur, spielte am 21. September 2005 eine heftige Show im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Namen Deathwish Live Series werden fortan Bootlegs, Live-Aufnahmen und Radiomitschnitte verschiedener Bands kostenlos bei Deathwish Inc ver&ouml;ffentlicht. Nach dem hervorragenden Blacklisted-Radioset vom November letzten Jahres, beschenkt das Label aus Massachusetts alle mit einem weiteren klasse Live-Mitschnitt zum download. <strong>Converge</strong>, Kreativkoloss und Speerspitze l&auml;rmender Gegenkultur, spielte am 21. September 2005 eine heftige Show im Triple Rock Social Club in Minneapolis, die okay aufgenommen <a href="http://blog.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&amp;friendID=14024645&amp;blogID=366061160">hier</a> erh&auml;ltlich ist.</p>
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		<title>Die SPEX und Claude Lanzmann</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 12:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Nähkästchen]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die&#160;SPEX einst poplinkes Flaggschiff gewesen ist und zu diesen besseren Zeiten trotz einiger poplinker Trugschl&#252;sse doch&#160;viele erhellende Artikel in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden dort auftauchten, war ja angesichts der vor sich hin d&#252;mpelnden musikjournalistischen T&#228;tigkeiten und teilweise komischen Ausuferungen, wenn es denn mal »politisch« wurde, nicht mehr klar. In den letzten Jahren stach aus diesem Sumpf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die&nbsp;SPEX einst poplinkes Flaggschiff gewesen ist und zu diesen besseren Zeiten trotz einiger poplinker Trugschl&uuml;sse doch&nbsp;viele erhellende Artikel in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden dort auftauchten, war ja angesichts der vor sich hin d&uuml;mpelnden musikjournalistischen T&auml;tigkeiten und teilweise komischen Ausuferungen, wenn es denn mal »politisch« wurde, nicht mehr klar. In den letzten Jahren stach aus diesem Sumpf der Beliebigkeit eigentlich nur das Cover »Halt&acute;s Maul, Deutschland!« heraus, das w&auml;hrend der Debatte um die Radioquote vielleicht (und hoffentlich) als Positionsbestimmung der SPEX gelten konnte.</p>
<p>Die aktuelle Ausgabe des »Magazins f&uuml;r Popkultur« stellt ebenso eine lobenswerte Ausnahme dar. Im M&auml;rz-Heft findet man ein langes und &#8211;&#160;wie ich finde&#160;&#8211; gelungenes Interview mit Claude Lanzmann, Herausgeber der »Les Temps Modernes«, Mitglied der R&eacute;sistance, zeitweise liiert mit Simone de Beauvoir, Weggef&auml;hrte Jean-Paul Sartres und Regisseur&nbsp;unter anderem von&nbsp;«Shoa« und »Pourqoui Israel?«.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Im Rahmen der DVD-Neuerscheinung von »Shoa«&nbsp;zeigt die SPEX-Redaktion die neunst&uuml;ndige Dokumentation aufgeteilt in zwei Filmabende am 04.03.2008 um 19.00h und am 05.03.2008 um 18.30h im Berliner »Kino Arsenal« (Potsdamer Platz). Auf Einladung der SPEX wird auch Claude Lanzmann an beiden Abenden anwesend sein.</p>
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		<title>Educated Guess</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 18:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Weder die Einen noch die Anderen d&#252;rften unter normalen Umst&#228;nden in unserem Geschmacksst&#252;bchen Platz nehmen. Weil aber ein sch&#246;ner Blick auf das merkw&#252;rdige Treiben  namens &#187;Musikjournalismus&#171; freigelegt wird, sperren wir ausnahmsweise mal die T&#252;r auf.
In der US-amerikanischen M&#228;rz-Ausgabe des &#187;M&#228;nnermagazins&#171; Maxim wurde &#252;ber ein Album der Black Crowes berichtet. Man vergab flei&#223;ig Sterne (2 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weder <a href="http://www.maxim.com/index.aspx">die Einen</a> noch <a href="http://www.blackcrowes.com/">die Anderen</a> d&uuml;rften unter normalen Umst&auml;nden in unserem Geschmacksst&uuml;bchen Platz nehmen. Weil aber ein sch&ouml;ner Blick auf das merkw&uuml;rdige Treiben  namens &raquo;Musikjournalismus&laquo; freigelegt wird, sperren wir ausnahmsweise mal die T&uuml;r auf.<br />
In der US-amerikanischen M&auml;rz-Ausgabe des &raquo;M&auml;nnermagazins&laquo; Maxim wurde &uuml;ber ein Album der Black Crowes berichtet. Man vergab flei&szlig;ig Sterne (2 von 5) und lieferte zum Tenor des Urteils auch artig einen Grund. Das Album &raquo;hasn&rsquo;t left Chris Robinson and the gang much room for growth.&laquo; Vielleicht wirklich eine berechtigte Kritk.<br />
Der Haken ist nur: das Tittenmagazin kann die Platte gar nicht geh&ouml;rt haben, weil die Promos bis dato noch nicht verschickt waren.<span id="more-172"></span> Wie die Black Crowes in einer <a href="http://www.blackcrowes.com/Release_MAXIM.html">Presseerkl&auml;rung</a> schreiben, hatte die Maxim-Redaktion aber dennoch eine Erkl&auml;rung f&uuml;r ihre &raquo;Rezension&laquo; parat:</p>
<blockquote><p>&raquo;When confronted with the fact that they never heard the album they are claiming to &rsquo;review&rsquo; in their music section &ndash; with a star rating, no less &ndash; they attempt to explain that it was an &rsquo;educated guess.&rsquo;&laquo;</p></blockquote>
<p>Das bedeutet ungef&auml;hr soviel wie: wir haben das Album zwar nicht geh&ouml;rt, aber unsere schmierenden Klugschei&szlig;er raten deshalb einfach mal, wie es denn klingen wird. Meiner bescheidenen &rsquo;fachm&auml;nnische Vermutung&rsquo; nach, d&uuml;rfte das gar keine Seltenheit sein. Jedenfalls das Label und der Vertrieb interessieren sich im Regelfall lediglich daf&uuml;r, <em>dass</em> etwas geschrieben wird, ohne so genau wissen zu wollen, <em>was</em> geschrieben wird. Und zwar aus einem einfachen Grund: soll ein Album seinen Weg in den Tontr&auml;gerhandel finden, so m&ouml;chte sowohl der gutsortierte Plattenladen, als auch die Heim-Elektronik-Gro&szlig;marktkette fundierte Informationen, ob das neue Produkt ein Kassenschlager wird. Als Index muss eine lange Liste herhalten, auf der vermerkt ist, welche Medien zum Ver&ouml;ffentlichungstermin Rezensionen, Interviews, Features oder sonstigen M&uuml;ll besorgen. Ob die Texte vernichtend (eigentlich nie), verhalten (fast nie) oder euphorisch ausfallen (fast immer), ist bei den Gesch&auml;ftsverhandlungen nun wirklich nebens&auml;chlich.<br />
Einzig verwunderlich ist bei der erfundenen &raquo;Black Crowes&laquo;-Besprechung nur, wie selten d&auml;mlich sich das Maxim angestellt hat. H&auml;tte die Redaktion nur gewartet, bis die Promo-Kopie in ihrem Briefkasten liegt, um dann artig dem musikjournalistischen Kopisten-Handwerk (Promozettel umformulieren) nachzugehen, w&auml;re wirklich Niemandem aufgefallen, dass man Musik nicht h&ouml;ren braucht, um sie in ein paar Spalten zu verhandeln.</p>
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